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Berliner Künstlerprogramm




VIELFALT IM EINKLANG

DAAD Stipendiatenkonzerte in Berlin am 8. und 10. Juli 2010

 

PROGRAMM

FOTOGALERIE ZUM KONZERT AM 08.07.2010

PRESSESTIMMEN

 

Musikerstipendiatenkonzert2010
                                                                                © DAAD/Zensen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom 8. bis 10. Juli 2010 veranstaltete der DAAD in Berlin zum ersten Mal ein zentrales Treffen für alle von ihm geförderten ausländischen Musiker-StipendiatInnen. Drei Tage lang tagten, probten und musizierten rund 50 internationale Nachwuchsmusiker aus aller Welt in den Räumen der Akademie der Künste im Berliner Tiergarten und knüpften neue Kontakte und Freundschaften. Im Rahmen des Treffens hatten Förderer, Partner und Freunde des DAAD sowie alle Musikbegeisterten der Stadt gleich zweimal die Möglichkeit, sich von der hohen Qualität ihres Könnens zu überzeugen:

Im öffentlichen Eröffnungskonzert mit dem Titel "Vielfalt im Einklang" spielten am Abend des 8. Juli 2010 unter der fachkundigen Moderation des Vorsitzenden der Musiker-Auswahlkommission Prof. Dieter Mack von der Musikhochschule Lübeck zwanzig Musiker aus elf Ländern im Saal der Akademie vor gut 150 Besuchern Klassik, Weltmusik und Jazz, darunter Stücke von Francis Poulenc, Jacques Ibert, Hugo Wolf, Astor Piazzolla, Manuel de Falla u.a. DAAD-Generalsekretär Dr. Christian Bode eröffnete das Treffen und das Konzert, Max Maldacker, Leiter des Referats "Überregionale Kulturprojekte, Künste" im Auswärtigen Amt, verlas Grußworte der verhinderten Staatsministerin Cornelia Pieper. In zehn verschiedenen Stücken gaben die StipendiatInnen kurze Kostproben ihres Könnens und auch ihrer Professionalität: Die Duette und Ensembles hatten sich nach individueller Vorbereitung z.T. erst am Konzerttag selbst zum ersten Mal getroffen und die Stücke innerhalb kürzester Zeit bühnenreif eingeprobt. Nach einer Pause mit Empfang und Gesprächen entführte der japanische Künstler Yutaka Makino, Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, das Publikum im stockdunklen Saal mit einer basslastigen elektronischen Live-Performance in ungeahnt physische Raum- und Klangerlebnisse.

Als krönender Abschluss des Stipendiatentreffens fand am Samstag, dem 10. Juli (kurz vor dem Fußball-WM-Spiel der deutschen Mannschaft um den dritten Platz…) ein weiteres öffentliches Konzert statt, bei dem die Stipendiaten vier Kompositionen aus den eigenen Reihen zur Aufführung brachten. Insgesamt elf Musiker aus ebenso vielen Ländern spielten in einem moderierten Werkstattkonzert im kleinen Parkett der Akademie vor gut 50 Zuschauern aktuelle und z.T. extra für das Treffen komponierte Werke von Stipendiaten aus Spanien, Brasilien, Aserbaidschan und Portugal. Die Titel "Heimweh für Flöte", "Ein Sommerlied", "Nebz (Within a  pulse)" und "Der König von Papatua" lassen erahnen, welch große Bandbreite an musikalischer Erfahrung und Kreativität in diesen Stücken zum Ausdruck kommt.

Das Stipendiatentreffen selbst war besonders durch die Proben für das Abschlusskonzert geprägt. Unter professioneller Anleitung von Ido Arad, Dozent für Kammermusik an der Berliner Universität der Künste, konnten alle Beteiligten durch intensive Arbeit ausgezeichnete Ergebnisse auf die Bühne bringen und dabei auch noch viel lernen: über moderne Spieltechniken, Ensemblemusik, Konzertleitung und Direktion – oder  einfach auch über Gruppendynamik im internationalen Kontext ...

Daneben gab es interessante Vorträge, etwa von Prof. Mack zum Thema "Kulturelle Reinheit – Bewusste oder unbewusste Missverständnisse im interkulturellen Dialog" und von Prof. Bernhard Wulff von der Musik-hochschule Freiburg, "Musik zum Überleben – sinfonische Musik von Viktor Ullmann aus dem KZ Theresienstadt", jeweils mit zahlreichen Musikbeispielen und Transkriptionen, sowie weitere Beiträge von den StipendiatInnen selbst (so z.B. improvisiertes Chorsingen auf dem Ausflugsdampfer oder Berichte über Promotionsprojekte in der Musikpädagogik etc.). Auch ein Besuch im Biergarten, eine Dampferfahrt über die Spree und eine Stadtführung durften nicht fehlen – auch wenn die tropischen Temperaturen von fast 40 Grad vielen etwas zu schaffen machten.

Die Akademie der Künste im Berliner Tiergarten stellte einen idealen Veranstaltungsort für dieses Treffen dar und sorgte durch hervorragende technische Betreuung der Proben und Konzerte für einen reibungslosen Ablauf. Auch die Bewirtung durch das Restaurant "Weinwirtschaft" während der gesamten Zeit war von großem Vorteil und sorgte für das leibliche Wohl aller Beteiligten. Die Resonanz der TeilnehmerInnen war in allen Punkten äußerst positiv, auch das Konzertpublikum begeisterte sich über die Qualität, Professionalität und Internationalität der Beiträge. Wir freuen uns schon auf die nächste Zusammenkunft der DAAD-Musikerstipendiaten – hoffentlich schon im nächsten Jahr und wieder in Berlin!

 

DAAD Stipendiaten mit Präsidentin Kunst

© DAAD/Zensen
Die Mitwirkenden des Eröffnungskonzertes am 8.7.2010, mit der neuen DAAD-Präsidentin,
Prof. Sabine Kunst  (Mitte, in weiß), und der designierten Generalsekretärin des DAAD, Dr. Dorothea Rüland (2. v.l.)